Honig-Ratgeber

Alles über guten Honig

Von Manuka über Nährwerte bis zur Frage, ab wann Kinder Honig essen dürfen – ehrliche Antworten von einem Imker aus Neuruppin.

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Honig & Gesundheit

Manuka-Honig oder regionaler Rohhonig – welcher Honig ist der gesündeste?

Kaum ein Honig wird so oft gesucht wie der Manuka-Honig. Doch was ist Manuka-Honig eigentlich, und ist er wirklich die beste Wahl?

Was ist Manuka-Honig?

Manuka-Honig stammt von der neuseeländischen Südseemyrte (Manukastrauch). Bekannt ist er vor allem durch den MGO-Wert (Methylglyoxal) auf dem Etikett – etwa „Manuka Honig 550 MGO". Je höher die Zahl, desto teurer wird er meist. Genau diese Sortierung nach MGO macht Manuka so beliebt, treibt aber auch den Preis in die Höhe: Ein Glas kostet schnell ein Vielfaches von normalem Honig.

Und ist Honig generell gesund?

Honig besteht zum größten Teil aus natürlichem Fruchtzucker und Traubenzucker, dazu kommen Spuren von Enzymen, Pollen und Mineralstoffen. Roher, nicht erhitzter Honig behält diese Bestandteile besser als stark verarbeitete Supermarkt-Ware. Wer also fragt „ist Honig gesund?", dem sei gesagt: Honig bleibt ein Genussmittel mit viel Zucker – aber in Maßen genossen ist guter Rohhonig eine schöne, natürliche Alternative zu industriellem Süßstoff.

Welcher Honig ist der gesündeste?

Die ehrliche Antwort: Den „einen gesündesten" Honig gibt es nicht. Entscheidend ist die Qualität, nicht das Herkunftsland. Ein frischer, regionaler Rohhonig – schonend geschleudert, nie über 40 °C erhitzt, mit niedrigem Wassergehalt – steckt voller natürlicher Aromastoffe und kommt ohne lange Transportwege aus Übersee aus. Für den täglichen Löffel im Tee oder aufs Brot ist regionaler Rohhonig damit für die meisten Menschen die sinnvollere – und ehrlichere – Wahl als ein teures Manuka-Glas.

Übrigens: Honig nie in kochend heißes Wasser oder über 40 °C erhitzen – sonst gehen die hitzeempfindlichen Enzyme verloren. Lieber den Tee kurz abkühlen lassen.
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Nährwerte

Honig oder Zucker? Kalorien & Nährwerte im Überblick

„Honig statt Zucker" klingt gesund – aber stimmt das auch bei den Kalorien? Hier die nackten Nährwerte.

Kalorien: Honig vs. Zucker

Pro 100 Gramm hat Honig rund 300 Kalorien, Haushaltszucker etwa 400. Der Unterschied entsteht, weil Honig zu rund 17–18 % aus Wasser besteht. In der Praxis ist der Vorteil klein – wer „Kalorien Honig" mit Zucker vergleicht, spart pro Löffel nur wenig.

Die Nährwerte von Honig

Der echte Pluspunkt von Honig ist nicht die Kalorienbilanz, sondern der Geschmack: Weil guter Honig intensiv und vielschichtig schmeckt, braucht man oft weniger davon als von neutralem Zucker. Und Rohhonig liefert dabei eben jene natürlichen Begleitstoffe, die im raffinierten Zucker komplett fehlen.

Honig bleibt Zucker. Für Menschen, die auf ihren Blutzucker achten, gelten dieselben Maßregeln wie bei normalem Zucker – Honig ist hier kein Freifahrtschein.
Sicherheit

Ab wann dürfen Kinder Honig essen – und Honig in der Schwangerschaft?

Eine der wichtigsten Fragen überhaupt – und eine, bei der es auf die richtige Antwort ankommt.

Ab wann dürfen Kinder Honig essen?

Babys unter einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen. Das ist keine Vorsicht aus Übertreibung, sondern eine klare Empfehlung: Honig kann in seltenen Fällen Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Im noch unreifen Darm von Säuglingen können diese Sporen den gefährlichen Säuglingsbotulismus auslösen. Erst ab dem ersten Geburtstag ist der Darm so weit entwickelt, dass Honig unbedenklich gegeben werden kann. Das gilt für jeden Honig – auch für den besten Rohhonig.

Honig in der Schwangerschaft

Für werdende Mütter gilt die Entwarnung: Honig in der Schwangerschaft ist unbedenklich. Der erwachsene, ausgereifte Darm baut die genannten Sporen problemlos ab. Schwangere können Honig also ganz normal genießen – in den üblichen Maßen, da es eben ein zuckerreiches Lebensmittel bleibt.

Faustregel zum Merken: kein Honig im ersten Lebensjahr – danach gerne. In der Schwangerschaft kein Problem.
Lagerung

Kann Honig ablaufen? Und warum kristallisiert Honig?

Zwei Fragen, die fast jeder schon mal vor dem Honigglas im Schrank hatte.

Kann Honig ablaufen?

Honig ist eines der wenigen Lebensmittel, das praktisch nicht verdirbt. Durch den hohen Zuckergehalt und den niedrigen Wassergehalt finden Bakterien und Schimmel keinen Nährboden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Glas ist gesetzlich vorgeschrieben, sagt aber wenig über die tatsächliche Haltbarkeit: Richtig gelagert – kühl, trocken und gut verschlossen – hält Honig viele Jahre. Über die Zeit kann er an Aroma verlieren, „ablaufen" im Sinne von verderben tut er aber nicht.

Warum kristallisiert Honig?

Wenn Honig fest oder körnig wird, ist das kein Fehler – sondern ein Echtheitsbeweis. Naturbelassener Honig kristallisiert, weil der enthaltene Traubenzucker auskristallisiert. Wie schnell das passiert, hängt von der Sorte ab: Rapshonig wird sehr schnell fest, Robinien- oder Akazienhonig bleibt lange flüssig.

Möchtest du festen Honig wieder cremig oder flüssig haben, stell das Glas einfach in ein lauwarmes Wasserbad (max. 40 °C). Wir selbst rühren unseren Honig nach dem Schleudern mehrfach – dieses Honig rühren sorgt dafür, dass er fein-cremig statt grob-körnig kristallisiert.

Wissen

Wie machen Bienen Honig? Vom Nektar ins Glas

Vom Blütennektar bis zum fertigen Glas auf deinem Frühstückstisch ist es ein erstaunlicher Weg.

Wie machen Bienen Honig?

Die Sammelbienen saugen Nektar aus den Blüten und transportieren ihn im Honigmagen zum Bienenstock. Dort geben sie ihn an Stockbienen weiter, die ihn mit körpereigenen Enzymen anreichern und immer wieder umtragen. Dabei verdunstet Wasser, bis aus dem dünnen Nektar dicker Honig wird. Ist der Wassergehalt niedrig genug, verdeckeln die Bienen die Wabenzellen mit Wachs – fertig ist der Waben-Honig.

Und dann kommt der Imker

Erst wenn die Waben verdeckelt sind, ist der Honig reif. Wir prüfen den Wassergehalt mit dem Refraktometer – liegt er unter 18 %, darf geerntet werden. Anschließend wird der Honig von Hand geschleudert (Honig schleudern heißt: die Waben rotieren, der Honig fliegt heraus), mehrfach gesiebt und schonend gerührt. Nichts wird erhitzt, nichts zugesetzt. Genau das macht den Unterschied zwischen industrieller Massenware und echtem Rohhonig direkt vom Imker.

So arbeiten wir in Neuruppin →
Kaufberatung

Echter deutscher Honig & Bio-Honig – worauf du beim Kauf achten solltest

Im Supermarktregal steht oft „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern". Woran erkennst du wirklich guten Honig?

Echter deutscher Honig

Viele Honige im Handel sind anonyme Mischungen aus aller Welt. Echter deutscher Honig dagegen ist rückverfolgbar – du weißt, welcher Imker ihn geerntet hat und auf welchen Feldern die Bienen standen. Achte auf Angaben zur Region, zum Imker und zur Sorte. Regionaler Honig hat zudem kurze Wege hinter sich: keine monatelangen Schiffstransporte, keine Vermischung.

Bio-Honig & Sortenvielfalt

Bio-Honig sagt vor allem etwas über die Standorte der Bienen und die Behandlung der Völker aus. Wir arbeiten mit Biobauern zusammen und stellen unsere Völker direkt in die Tracht – auf Rapsfelder, an Lindenalleen und in die Heide. So entstehen sortenreine Honige mit klarem Charakter, vom milden Rapshonig bis zum würzigen Heidehonig oder dem feinen Honig aus Holunderblüten-Standorten.

Die kurze Checkliste

Wenn du all das zusammen suchst, bist du bei einem kleinen, regionalen Imker meist besser aufgehoben als im Supermarktregal.

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Kurz & knapp

Häufige Fragen

Welcher Honig ist der gesündeste?

Es gibt keinen „gesündesten" Honig – entscheidend ist die Qualität. Frischer, regionaler Rohhonig mit niedrigem Wassergehalt ist für den Alltag eine sehr gute Wahl.

Ist Honig gesünder als Zucker?

Honig hat etwas weniger Kalorien und liefert natürliche Begleitstoffe, bleibt aber ein zuckerreiches Genussmittel. In Maßen genießen.

Ab wann dürfen Kinder Honig essen?

Erst ab dem ersten Geburtstag. Babys unter einem Jahr dürfen wegen der Botulismus-Gefahr keinen Honig bekommen.

Kann Honig ablaufen?

Honig verdirbt praktisch nicht. Richtig gelagert ist er viele Jahre haltbar.

Warum wird mein Honig fest?

Naturbelassener Honig kristallisiert – ein Zeichen für Echtheit. Im lauwarmen Wasserbad (max. 40 °C) wird er wieder weich.

Was bedeutet „handgeschleudert"?

Der Honig wird schonend in einer Schleuder aus den Waben gewonnen – ohne Erhitzen, ohne Druck. So bleiben alle Enzyme und Aromastoffe vollständig erhalten.

Enthält euer Honig Zusätze?

Nein. Nur Honig – nichts weiter. Keine Konservierungsstoffe, keine Zusätze, kein Strecken mit Zucker.

Was ist der Unterschied zwischen Blüten- und Waldhonig?

Blütenhonig entsteht aus Nektar von Blüten. Waldhonig dagegen aus Honigtau – Ausscheidungen von Blattläusen auf Nadelbäumen. Er ist dunkler, kräftiger und bleibt länger flüssig.

Wie lange dauert die Lieferung?

In der Regel 2–4 Werktage nach Bestelleingang.

Was kostet der Versand?

Die Versandkosten betragen 4,90 € – deutschlandweit.

Kann ich mehrere Sorten bestellen?

Natürlich! Einfach die gewünschten Sorten und Mengen in den Warenkorb legen.

Wie läuft die Bestellung ab?

Produkte in den Warenkorb legen, Bestellung abschließen – du erhältst eine Bestätigungs-PDF. Wir melden uns dann per E-Mail mit Zahlungsdetails.

Kann ich Honig zurückgeben?

Originalverschlossene Gläser können innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden. Bereits geöffnete Gläser sind aus Hygienegründen ausgeschlossen.

Was wenn mein Paket beschädigt ankommt?

Bitte sofort Fotos machen und uns per E-Mail kontaktieren. Wir finden eine Lösung.

Wie funktioniert das Punkteprogramm?

Mit jeder Bestellung sammelst du Punkte – 1 Punkt pro 1 € Einkaufswert. Diese kannst du bei der nächsten Bestellung einlösen.

Ab wann kann ich Punkte einlösen?

Ab 500 Punkten erhältst du 5 € Rabatt, ab 1.000 Punkten 12 €, ab 2.000 Punkten 30 €.

Verfallen meine Punkte?

Nein – deine Punkte verfallen nicht, solange dein Konto aktiv ist.